Lebensraum

Europäische Wildkatze

Der Nationalpark Eifel ist Lebensraum der Europäischen Wildkatze (Felis silvestris). Der hier heimische, scheue kleine „Eifeltiger“, der für das ungeübte Auge einer graugetigerten Hauskatze ähnlich sieht (die übrigens vermutlich von den Römern aus Ägypten zu uns gebracht wurde),  kommt mit ca. 50 Tieren im Nationalpark vor; diese sind aber nur Teil der vermutlich größten noch zusammenhängenden mitteleuropäischen Population, die in der Eifel und den Ardennen lebt.  

Die Wildkatze braucht möglichst große, zusammenhängende, naturnahe und strukturreiche Waldgebiete, in denen sie genug Deckung findet und auf angrenzenden Offenflächen (wie z.B. Lichtungen, Windwürfen oder an Waldrändern) auf Mäusejagd gehen kann. Dazu ist ein kleinräumiges Lebensraummosaik optimal, wie es z.B. durch eigendynamische natürliche Waldentwicklungentsteht. Je wilder und abwechslungsreicher der Wald wird, desto wohler fühlt sich die Wildkatze.

Mehrzum Aussehen, den Lebensraumansprüchen, zur Verbreitung und zur Gefährdung der Wildkatze findet sich auf der Webseite des BUND:
https://www.bund.net/tiere-pflanzen/wildkatze/europaeische-wildkatze/   

sowie auf der Seite des Bundesamtes für Naturschutz (BfN):   https://ffh-anhang4.bfn.de/arten-anhang-iv-ffh-richtlinie/saeugetiere-sonstige/wildkatze-felis-silvestris.html

Bevor der Mensch anfing, die Urwälder zu roden und in aufgeräumte Forste zu verwandeln,  war die Wildkatze vermutlich in fast ganz Deutschland und weiten Teilen Mitteleuropas verbreitet. Fast überall sind die Wildkatzen in den letzten Jahrhunderten jedoch durch Bejagung und Zerstörung ihres Lebensraums stark zurückgedrängt und vielerorts auch ausgerottet worden. In der Eifel haben sie überlebt!

Heute engagieren sich viele Menschen und Organisationen wie z.B. der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.)  dafür, der Wildkatze wieder einen geeigneten Lebensraum zu bieten und die oft kleinen, isolierten Populationen miteinander zu verbinden. Im Rahmen eines großen bundesweiten Projektes „Wildkatzensprung“ wurden viele ehrenamtliche Helfer in den letzten Jahren zu Wildkatzenbotschafternausgebildet. In der Eifel wurden 2014 die allerersten Wildkatzenbotschafter ausgebildet – vier davon engagieren sich heute auch im Vorstand des Fördervereins Nationalpark Eifel!

Mehrzum Projekt „Wildkatzensprung“ findet sich auf der Webseite des BUND: https://www.bund.net/tiere-pflanzen/wildkatze/projekt-wildkatzensprung/

Die Wildkatze steht mit ihren Lebensraumansprüchen an einen möglichst „wilden“, naturnahen Wald stellvertretend für die Bedürfnisse vieler anderer heimischer Tiere und kann als echter „Ureinwohner“ als heimliches Wappentier des Nationalparks gelten.  

Dem Förderverein Nationalpark Eifel und unseren Wildkatzenbotschaftern liegt der Schutz der Wildkatze daher besonders am Herzen.

Stefan Lehrke, 09.10.2018

 

 

Kontakt

 

 

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